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Hoffnung für das Märkische Quartier

Seit mehr als einem Jahr klafft mitten im Märkischen Viertel ein großes Loch dort, wo sich einmal der Brunnenplatz, ein großer Parkplatz, ein Studentenwohnheim und viele Geschäfte befanden. Das Märkische Zentrum ist eine einzige Baustelle, und die Anwohner haben ständig den Bauzaun im Blick. Das Märkische Quartier sollte Ende 2023 fertiggestellt sein, allerdings tut sich noch immer nichts.

Wieso können Sie das Großbauprojekt nun fortsetzen? Stehen weitere Gelder bereit?

Die Finanzierung für das gesamte Neubauvorhaben ist in dreistelliger Millionenhöhe aktuell neu vereinbart und somit gesichert.

Wann und wie gehen die Bauarbeiten nun weiter?

Wir gehen davon aus, dass im Bereich der Baugrube die Arbeiten zum Jahresanfang 2024 nach aktuellem Planungsstand wieder beginnen können.

Ursprünglich waren eine große Markthalle mit Einzelhandel, Arztpraxen und Büros geplant. Bleiben die Planungen so, oder wird es Veränderungen geben?

Das Konzept bleibt im Kern unverändert, weiterhin planen wir die Umsetzung einer Quartiersentwicklung. Schwerpunkte sind nach wie vor die Aufteilung in Einzelhandel und Nahversorgung, Wohnen, Praxis, Office, Freizeit, Kita, Gastronomie und Parken.

Herzstück sollte ja ein Hochhaus mit insgesamt 330 Wohnungen und einer Kindertagesstätte werden. Bleibt das so oder gibt es hier Veränderungen?

Nein, die Planungen bleiben unverändert. Das gilt auch für das Hochhaus und die Kindertagesstätte mit insgesamt 130 Plätzen.

Wie schauen die Pläne zeitlich aus? Wann können die Bewohner mit einem Baustellen-Ende rechnen?

Aktuell verhandeln wir mit wenigen Generalunternehmern über eine Aktualisierung eines Rahmenbauvertrages. Sollten die Arbeiten zum Jahresbeginn 2024 starten können, gehen wir von einer Bauzeit von etwa zweieinhalb bis drei Jahren aus.

Herr Walle, vielen Dank für das Gespräch.

Interview Christiane Flechtner

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Inka Thaysen

Ursprünglich beim Radio journalistisch ausgebildet, bin ich seit Ende 2018 für den RAZ Verlag tätig: mit redaktionellen sowie projektkoordinativen Aufgaben für print, online, Social Media und den PR-Bereich.

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