Tegel – Die Fußgängerbrücke an der Mühle in Tegel, die das Schloßviertel entlang der Gabrielenstraße und Alt-Tegel verbindet, ist seit Jahren gesperrt und sollte in den vergangenen Jahren schon mehrfach wieder instand gesetzt und geöffnet werden. Bei den Bauarbeiten auf der Humboldt-Insel vor einigen Jahren wurden die Spundwand der Insel und das Widerlager der Brücke derart beschädigt, dass diese für den Fußgängerverkehr gesperrt werden musste.
Schadensverursacher ist der Investor. Dieser ist für die Reparatur verantwortlich und hat auch die Kosten zu tragen. Die zuständige Behörde hatte den Investor aufgefordert, eine Instandsetzung vorzunehmen und durch ihn eine Sicherheit hinterlegen zu lassen. Eine angedrohte Ersatzvornahme lief ins Leere, weil der Senat dafür kein Personal hat. Seitdem ist jedenfalls einiges an Zeit vergangen. Grund für die Verzögerungen der Instandsetzung der Brücke an der Mühle in Tegel sind die unzureichenden Planungsunterlagen, die der Investor dem Senat vorgelegt hatte.
Der erneute Verzug sorgt bei Anwohnern und bei Felix Schönebeck vom Verein „I love Tegel“ gleichermaßen für Unmut. „Seit Jahren ist die Fußgängerbrücke gesperrt und schon wieder gibt es eine Verzögerung. Es vergeht keine Woche, in der ich nicht von Anwohnern mit diesem Thema konfrontiert werde. Das Thema bewegt die Menschen im Kiez.“
Die Brücke sei nicht nur eine kurze Verbindung zwischen Alt-Tegel, dem Schloßviertel und der Malche, sondern auch ein sicherer Schulweg für Kinder. „Sowohl dem Investor als auch dem Senat ist das scheinbar egal. Ich habe überhaupt kein Verständnis mehr dafür. Das grenzt an Arbeitsverweigerung“, so Schönebeck. Eine Nutzung der Fußgängerbrücke wird frühestens im Sommer dieses Jahres möglich sein. Vorausgesetzt, dass die Planungen dieses Mal ausgereift sind und genehmigt werden und dann auch unverzüglich mit den Bauarbeiten begonnen wird.
red





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