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Spenden reichen nicht

Lübars – Zu Weihnachten startete das Elisabethstift als Trägerin der Jugendfarm Lübars einen Hilferuf. In diesem Sommer läuft ein Projekt der Europäischen Union aus, mit welchem lange Zeit arbeitslose Menschen mittels der Betreuung von Tieren in der Alten Fasanerie für den Arbeitsmarkt wieder fit gemacht werden sollten. Mit dem Auslaufen der Förderung endet auch die Finanzierung der Tierhaltung, die jährlich rund 170.000 Euro kostet.

Viele Menschen kamen dem Spendenaufruf nach, doch am Ende kam nur rund ein Viertel der Summe zusammen. „Wir waren sehr berührt von dem großen Interesse vieler Menschen, und es sind eine Menge Spenden eingegangen, um die Tiere weiter zu erhalten. Dafür sagen wir noch einmal ganz herzlich Danke“, betont Elisabeth-Geschäftsführer Helmut Wegner. Dennoch könne jetzt die Tierhaltung nicht mehr für ein weiteres Jahr sichergestellt werden. Das bedeutet, dass konkrete Maßnahmen zur Umstrukturierung eingeleitet werden müssen.

„Wir freuen uns weiterhin über Ihre finanzielle Unterstützung, aber mit Blick auf die aktuelle Situation werden wir mit Auslaufen der EU-Fördermittel im Sommer 2020 den momentanen Tierbestand drastisch verändern“, erläutert Wegner. Die Alte Fasanerie werde nach der überstandenen Corona-Pandemie aber als Erholungs- und Begegnungsort erhalten bleiben, mit allen pädagogischen Angeboten wie der Hofschule, dem Ferienprogramm und den verschiedenen Kursen. Auch Gottesdienste und Feste werden fortgesetzt. Weitere Informationen gibt es online unter www.alte-fasanerie-luebars.de

Inka Thaysen

Ursprünglich beim Radio journalistisch ausgebildet, bin ich seit Ende 2018 für den RAZ Verlag tätig: mit redaktionellen sowie projektkoordinativen Aufgaben für print, online, Social Media und den PR-Bereich.