Tegel – Skepsis äußert Engelbert Lütke Daldrup in der Frage, ob der TXL nach der wegen Corona angestrebten Schließung noch einmal den Betrieb aufnimmt. Im RBB formulierte Berlins Flughafenchef: „Ich würde ihn ehrlich gesagt lieber wieder aufmachen bis zum Herbst. Wenn ich 50.000 Gäste habe, geht Tegel direkt wieder ans Netz. Ich bin aber ehrlich gesagt nicht sehr optimistisch, dass wir in wenigen Monaten wieder 50.000 Gäste haben.“ Zurzeit zählten beide Flughäfen zusammen 800 Passagiere am Tag, üblich seien 100.000, fuhr Lütke Daldrup fort.
Die Flughafengesellschaft will Tegel ab Juni für mindestens zwei Monate schließen. Stimmt die Luftfahrtbehörde dem Antrag zu, wollen die Betreiber Ende Mai darüber einen Beschluss treffen.
Unterdessen schlägt auch die Frage nach der Zukunft der Regierungshelikopter am TXL Wellen, die eigentlich noch bis 2029 in Tegel starten und landen sollen. Das Verteidigungsministerium hat jetzt die Kosten dargelegt: Sie liegen demnach jährlich bei geschätzten rund fünf Millionen Euro, heißt es in der Antwort auf eine Anfrage der Grünen im Bundestag, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Darüber berichtete zuvor das Internet-Portal „AviationNetOnline“.
Während die Regierungsflugzeuge mit der finalen TXL-Schließung im Herbst an den BER umziehen sollen, fehlt für die Hubschrauber gemäß Ministerium noch die geeignete Infrastruktur. Erst soll das Regierungsterminal fertig sein, dessen Bau – im Rahmen von mindestens 344 Millionen Euro – zuletzt aber vorerst gestoppt wurde. Der dafür vorgesehene Platz soll vorübergehend für mehr zivile Passagiere genutzt werden, heißt es.





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