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Aufschrift "Feuerwehr" auf einer Uniform
Symbolbild

Bilanz der Feuerwehr zur Sturm-Lage

Bezirk/Berlin – Unter ihren besonderen Einsatz verbucht die Berliner Feuerwehr beim Rückblick auf die Sturm-Lage der letzten Tage auch einen im Bezirk Reinickendorf: In Tegel rückte sie am Samstag (19. Februar) gemeinsam mit der Wasserschutzpolizei aus, um ein Fahrgastschiff auf dem Tegeler See zu sichern. Es hatte sich vom Anleger gelöst. Erwähnung in dem Gesamtbericht findet der Fuchsbezirk auch in anderer Hinsicht: So hätten Kräfte der Bezirksämter Pankow und Reinickendorf über die Tage von Donnerstag bis Sonntag bei niedrigschwelligen Unwettereinsätzen unterstützt. „Dies trug zu einer punktuellen Entlastung der Feuerwehrkräfte bei. Hierbei handelt es sich um ein Modellprojekt, dessen bedeutsame Funktion sich angesichts der Sturmereignisse bewiesen hat“, heißt es in der Mitteilung zu den Sturmtiefs „Ylenia“ und „Zeynep“. Landesbranddirektor Dr. Karsten Homrighausen richtete direkten großen Dank an die Grünflächenämter für deren „tatkräftige Mithilfe“.

Für die Berliner Feuerwehr war es der einsatzreichste Ausnahmezustand Wetter in der Geschichte der Behörde. Zwischen dem 17. und 20. Februar hätten mehr als 15.300 Notrufe die Leitstelle erreicht – ein Rekordwert. Rund 10.500 Einsätze waren die Folge, davon fast 4.000 wetterbedingt – auch das ein Rekord. „Zur Verdeutlichung der enormen Schlagzahl: Alle 30 Sekunden rückte die Berliner Feuerwehr in dem genannten Zeitraum zu einem Einsatz aus“, ist zu lesen. Drei Menschen seien verletzt worden. „Unter ihnen befindet sich auch eine Einsatzkraft der Berliner Feuerwehr, die während eines Einsatzes in Kladow tätlich angegriffen wurde.“

Herausgestellt wird in der Zusammenfassung unter anderem auch „die schnelle Verfügbarkeit von kompetenter Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr und das außergewöhnlich hohe Engagement von Dienstkräften, auch aus der Freizeit heraus, sind von entscheidender Bedeutung für die Sicherheit der Menschen in Berlin. […] Ein weiterer Erfolgsfaktor ist die nach wie vor reibungslose und zielführende Zusammenarbeit mit der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk.“

Inka Thaysen

Ursprünglich beim Radio journalistisch ausgebildet, bin ich seit Ende 2018 für den RAZ Verlag tätig: mit redaktionellen sowie projektkoordinativen Aufgaben für print, online, Social Media und den PR-Bereich.