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Ein Mann stellt ein Buch vor
Kaffeekaufen für die Kältehilfe: Kultur Stadtrat Harald Muschnerbittet um Teilnahme bei der „Kaffee-Wette“Foto: du

Ein Blick zurück nach vorn

Jahresauftakt in der „schönsten Bibliothek Berlins“, der HuBi

Tegel – Ende Januar war es wieder soweit: Gut über 100 geladene Gäste trotzten der klirrenden Kälte und folgten dem Ruf in die wohltemperierte Humboldt-Bibliothek. „Ich lade Sie ein zu einem anregenden Abend in der schönsten Bibliothek Berlins“. Mit diesen Worten eröffnete Bildungs-Stadtrat Harald Muschner den Neujahrs-Empfang, für dessen Höhepunkt das Anstoßen beim ‚Meet and Greet‘ angesagt war.

Doch vor dem Anstoßen am kalten Buffet waren erstmal Rückblick und Ausblick angesagt – und dieses Doppelkapitel geriet so üppig, dass hier nur wenige Highlights beschrieben werden können. Sowohl in die Breite der Formate als auch in die Tiefe der Zielgruppen erstreckt sich das Spektrum. Es reicht von der selbstorganisierten Nähgruppe über Flügelspieler-Auftritte der Musikschule und Zweisprach-Diskussionen der Deutsch-Polnischen Gesellschaft bis hin zu Außen-Aktivitäten der deutschen Universität Kairo. 

Hinzu kommt, dass diverse Vorhaben im Amt für Weiterbildung und Kultur vielfältig miteinander verbunden sind. Diesen Crossover präsentierten im Vergleich zwischen Rückblick und Ausblick Bibliotheksleiterin Christiane Bornett und Fachbereichsleiterin Melanie Nagel unter der Choreographie von PR-Frau Petra Lölsberg. So ist selbstredend die Volkshochschule dauerhaft zu Gast und veranstaltet dort literarische Schreibkurse. Bei einer Kooperation mit Kairoer Uni bespielten die Teilnehmer eine Software, mit der man die HuBi virtuell als italienisches Restaurant oder Wintergarten umgestalten könnte. Und im Rahmen der Seniorenwochen können betagtere Damen und Herren auch mal an der Spielkonsole zocken…

In Vergangenheit wichtig war und in Zukunft noch wichtiger wird das Thema Demokratie-Bildung – vor allem im Berliner Wahljahr 2026. Gleiches gilt für die Schreib- und Lesetage vor den Sommerferien. Hingewiesen sei schon mal auf das Frohnauer Haus Fuchsstein, wo in Kooperation mit der Musikschule, auch das nächste Sommerfest stattfinden wird. Apropos Musik: Als echte Entdeckung erwies sich das Duo Pippo Miller. In ihrer einmaligen Kombination aus Gesang, Akkordeon (das Instrument des Jahres) und Flügelhorn spielten sie gehörgängig auf. Im Repertoire finden sich Anklänge an Samba, Jazz und Klezmer. Zurück zu den Rednern: Muschners Aufforderung zum Schluss: „Wir wollen 2026 innovative Projekte starten, die unseren Bezirk noch liebenswerter gestalten. Machen Sie mit und schreiben Sie uns an der Pinwand die Dinge auf, die Sie brauchen. Wir werden sehen, was sich umsetzen lässt.“

Harald Dudel