Tegel – Wie schnell die Zeit vergeht. Erst am 3. September, noch schnell vor der Wahl, wurden offiziell der Spaten zur Eröffnung der Baustelle für das Schumacher Quartier und auch wohlklingende Reden geschwungen. Passiert ist auf der Baustelle bisher allerdings wenig. Dafür gab es auf der Personalseite eine rasante Entwicklung.
Die wichtigsten handelnden Würdenträger auf dem offiziellen Foto von damals haben kaum noch eine Bedeutung für die Zukunft des Bauprojektes. Der noch Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) wird demnächst seinen Posten räumen, auch die Bezirksbürgermeisterin von Reinickendorf Emine Demirbüken-Wegner (CDU) wird nicht mehr dabei sein.
Zudem wurde wenige Tage nach dem Spatenstich bekannt, dass auch der Vertrag des Geschäftsführers Frank Wolters vom Aufsichtsrat der Berlin TXL Management GmbH überraschenderweise nicht verlängert wird. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates ist der derzeitige Stadtentwicklungssenator Christian Gaebler (SPD). Auch er war am 3. September prominent dabei. Ob er im zukünftigen Senat eine Rolle spielen wird, steht in den Sternen. Aber das Wohnquartier mit 5.000 Wohnungen für 10.000 Menschen soll kommen.
Erste Vorbereitungen für ein Baulogistik-Zentrum sind geschaffen. Container stehen bereits und ein großes Schild hängt. Ab November soll hier der Einsatz von hunderten Baufahrzeugen organisiert werden, verspricht Frank Wolters. Die 5- bis 6-geschossigen Wohngebäude in Holzhybridbauweise könnten dann 2028 bezugsfertig sein. Er bedauert es sehr, das nicht mehr als Verantwortlicher begleiten zu dürfen.





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