RAZ – Das Leitmedium für Reinickendorf.

Berlins und Reinickendorfs Stadtgeschichte online neu erleben

Bezirk/Berlin – „1000x Berlin“: So lautet der Titel einer neuen Online-Ausstellung anlässlich des 100. Jubiläums Groß-Berlins. Die Berliner Bezirksmuseen und das Stadtmuseum Berlin haben dafür 1.000 Fotografien aus ihren Sammlungen zusammengestellt und präsentieren diese im Web – auch Reinickendorf ist mit von der Partie. Die Bilder erzählen von einer Großstadt, die 1920 aus Städten, Landgemeinden und Gutsbezirken zusammengefügt wurde. 150 thematische Fotoserien zeigen, wie sich das Bild Berlins von der Weimarer Republik bis in die Gegenwart verändert hat. Sie reflektieren die Vielfalt der Gesichter Berlins vom Rand bis ins Zentrum, von den Kiezen bis in die Stadtmitte.

Arbeit, Konsum, Erholung … diverse Themen dargestellt

Unter dem Link https://1000x.berlin/bezirke/ können Besucherinnen und Besucher die Beiträge des Bezirks Reinickendorf entdecken. So wurden unter verschiedenen Rubriken Fotoserien aus den Sammlungen des Museums Reinickendorf zusammengestellt. Unter dem Titel „Reinickendorf arbeitet“ finden sich eindrucksvolle Aufnahmen aus der Firmengeschichte von Borsig. „Reinickendorf konsumiert“ porträtiert den Wandel der Tegeler Gorkistraße als Wohn- und Einkaufsstraße. Weitere Schwerpunkte sind „Reinickendorf wohnt, lernt, erinnert sich, vergnügt und erholt sich“, unter denen seltene Aufnahmen des Märkischen Viertels, der Cité Foch, der Weißen Stadt, der Greenwichpromenade oder der Schulfarm Insel Scharfenberg zu sehen sind.

Häuser - Weiße Stadt in Reinickendorf
Weiße Stadt, Aroser Allee, Bauteil Salvisberg, Fotografie, um 1950. (Bild: Museum Reinickendorf)

Bekannte Reinickendorfer KünstlerInnen vertreten

Das Online-Portal veranschaulicht zudem mit 50 illustrierten Biografien von Berlinerinnen und Berlinern, welche sozialen, kulturellen und politischen Umbrüche die Menschen erlebt haben. Dabei ist Reinickendorf mit Fotografien namhafter Persönlichkeiten vertreten, zum einen der international bekannten Künstlerin Hannah Höch, die viele Jahrzehnte in Heiligensee lebte, außerdem dem Wittenauer Maler Max Grunwald und dem Arzt, Schriftsteller und Philosophen Wladimir Lindenberg. Aus dem Archiv des Museums werden auch zwei individuelle Biografien aus der Reinickendorfer Einwohnerschaft vorgestellt.

Besucherinnen und Besucher des Portals können gleichzeitig durch das Hochladen eigener Fotografien das persönliche Berlin sichtbar machen. In enger Kooperation zwischen dem Stadtmuseum Berlin und den Berliner Bezirksmuseen ist mit „1000x Berlin“ eine illustrierte hundertjährige Geschichte der Stadt entstanden, kompakt und digital.

Inka Thaysen

Ursprünglich beim Radio journalistisch ausgebildet, bin ich seit Ende 2018 für den RAZ Verlag tätig: mit redaktionellen sowie projektkoordinativen Aufgaben für print, online, Social Media und den PR-Bereich.