Frohnau – Die Berliner Feuerwehr ist gestern Morgen (Sonntag, 1. Februar) zu einem Feuer in Frohnau ausgerückt. Im leerstehenden „Entenkeller“ an der Oranienburger Chaussee brannte der Dachstuhl. „Aufgrund der Witterungsverhältnisse waren viele der umliegenden Hydranten vereist und somit schwer zu erreichen“, beschreibt die Feuerwehr ein Problem vor Ort. „Es konnte allerdings zügig eine stabile Wasserversorgung hergestellt werden.“
Insgesamt seien rund 60 Einsatzkräfte vor Ort gewesen. „Die Brandbekämpfung wurde zunächst über zwei Drehleitern von außen durchgeführt. Später wurde ein Innenangriff durchgeführt, um verbleibende Glutnester zu löschen.“ Menschen befanden sich nicht in dem verlassenen Hotelgebäude; Verletzte gab es keine. Zur Ursache wird noch ermittelt.
Bestürzung im Bezirksamt
Das Bezirksamt Reinickendorf zeigt sich bestürzt über den Brand „und erwartet eine vollständige Aufklärung der Brandursache“, wie es mitteilt. Die Behörde arbeitet seit Jahren an einer Lösung für den Erhalt des historischen Gebäudes. Der Eigentümer bleibe jedoch in der Verantwortung, das Gebäude ordnungsgemäß zu sichern und für eine Sanierung zu sorgen.
Lücken im Bauzaun
Bezirksstadträtin Korinna Stephan stellt klar: „Gerade letzte Woche war der Eigentümer durch die Bauaufsicht aufgefordert worden, zwei Lücken im Bauzaun zu schließen. Wir sind froh, dass keine Menschen zu Schaden kamen und wir werden den Eigentümer zur Sicherung des Gebäudes sowohl nach Bauordnung als auch nach Denkmalschutzrecht verpflichten. Wir wissen nicht, was den Brand ausgelöst hat und müssen die Ergebnisse der Ermittlungen abwarten. Es liegt aber auf der Hand, dass ein saniertes und bewohntes Gebäude besser vor Bränden geschützt ist als ein verwahrlostes Haus. Die besten Sicherheitsmaßnahmen können nicht schützen, wenn mit krimineller Energie in das Gebäude eingedrungen wird.“






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