„Sprung ins kalte Wasser?“ – So lautete der Titel der ersten Ausgabe der damals neuen Reinickendorfer Allgemeinen Zeitung. Das war im März 2015, und die Überschrift gehörte eigentlich zum seinerzeit schon großen und bewegenden Thema „Strandbad Tegel“. Allerdings passte sie genauso gut auf die neue Publikation selbst, deren Aufmacher sie zierte … denn tatsächlich war das Aus-der-Taufe-Heben ein ambitioniertes Projekt. Von der Idee bis zur RAZ Nummer 1 verging gerade mal ein halbes Jahr. „Das Verlagsgeschäft war immer meine Passion, eine eigene Zeitung für meinen Heimatbezirk herauszubringen, ein Traum“, erinnert sich Herausgeber Tomislav Bucec. Als Gründer und damaliger Geschäftsführer des großen und renommierten Berliner Druckzentrums Laserline ließ er seine Vision schließlich Wirklichkeit werden: „Mir war klar, dass Reinickendorf so viele interessante Facetten hat und manchen Geschichtenschatz birgt. Es brauchte einfach Menschen ihn zu heben.“
Eine gute Portion Mut gehörte ebenso dazu in Zeiten, in denen wegen sinkender Auflagen viele Zeitungen sparen oder gar dichtmachen mussten. Bucec sammelte kurzerhand ein kleines Team um sich, erarbeitete das Logo mit dem integrierten Bezirkswappen, Gesamtlayout, Richtlinien, Vertriebswege. Von Beginn mit dabei war auch der beliebte ausführliche Veranstaltungskalender – auch heute ein Grund für viele, die Zeitung lange aufzubewahren. „Für das Konzept und alle anderen nötigen Planungen haben wir uns so manche Nacht um die Ohren geschlagen“, erinnert sich der RAZ Gründer.
Seitdem hat sich viel getan, nicht nur in Sachen Erscheinungsweise, die sich über die Zeit von zunächst monatlich auf zwei- und – bis vor Beginn der Corona-Pandemie – sogar einwöchentlich verdichtete. Längst entsteht die RAZ außerdem am Borsigturm im gleichnamigen Verlag und mit deutlich mehr ‚Manpower‘ als zum Start. Auch an Optik und Inhalten hat einiger Feinschliff stattgefunden. Zum Ende des Geburtsjahres blickt das Team zurück. Mancher Meilenstein liegt hinter ihm, manche übersprungene Hürde, manches Nachbessern, Ausprobieren und Verwerfen. Doch alles in allem hat die letzte Leserumfrage Eines wieder bestätigt: In und für Reinickendorf hat sich das
Medium fest etabliert. „In diesem Sinne soll es auf den Sonderseiten dieser Ausgabe vor allem auch darum gehen, Leserinnen und Lesern mehr Einblick in unsere Arbeit zu geben“, erklärt Tomislav Bucec: „Gerade in diesen Zeiten, wo wir aufs echte Miteinander so oft verzichten müssen, ist es mir ein Anliegen ein gutes Stück mehr Nähe zu schaffen. Und natürlich allen, die die RAZ auf ihrem Weg vorangebracht haben von Herzen danke zu sagen.“





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