RAZ – Das Leitmedium für Reinickendorf.

Traurige und glückliche Schneemänner mit Fuchs
Buh- und Juhu-Schneemenschen vorm Wegschmelzen. Bilderstellung: du mit KI

Klima-Kapriolen, NOlympia und ein Eis von „Perverdi“?

Unsere Fuchs-Kolumne zum Thema Streusalz

„Rin in de Kartoffeln, raus aus de Kartoffeln, in diesem Zick-Zack schlitterten die Regelungen zur Salz-Streuerlaubnis für Privatpersonen. Das lese ich meinem fuuchsfelligen Aufsitzer vom Bildschirm vor.“

„Was ist das bloß für eine Stadt? Du kriegst laut einem Spötter an jeder Ecke Koks, aber kein Streusalz“, fuchst es genüsslich von der Schulter herab.“ – „Ist aber auch eine saublöde Situation für Verkehrssenatorin Bonde zwischen folgenden Übeln entscheiden zu müssen: Entweder die Bäume durch Salz zu schädigen oder zehntausenden von Rentnern, die sich seit Wochen nicht mehr raustrauen, sichere Gehwege zu versagen.“

„Mensch, da kann man als Entscheiderin selbst ganz schön auf die Schnauze fallen“– „Hals und Beinbruch sollten wir Zweibeiner uns dieser Tage jedenfalls lieber nicht wünschen.“

„Angesichts der Klima-Kapriolen hat ein grünberliner Tourismus-Sprecher jüngst die ‚gut organisierten Unzuständigkeiten‘ in eurer Schmuddel- und außer Betrieb Hauptstadt beklagt.“

„Wohingegen unser verhinderter Chef-Salzstreuer Kai trotz Tennis-Arms für eine Olympia-Bewerbung trommelt. Seinen Slogan ‚Berlin gewinnt mit Olympia‘, haben seine Gegner indes sofort in NOlympia verkehrt.“ 

 „Zurück zum Bezirk: Das wird wohl nichts mehr mit eurer Emine als mögliche Stadt-Bürgermeisterin.“ – „Nach Beamtenrecht darf sie wohl wegen einer Altersgrenze nicht mehr antreten. Das erklärt auch, warum Emine jetzt neuerdings podcastet. Ihr Podcast-Format heißt jetzt „Cai“ angelehnt ans türkische Tee-Trink-Ritual. 

„Abwarten und Teetrinken auf mindestens vier Jahre können während geplanter Baumaßnahmen auch eure Anwohner und verhinderten Durchfahrer rund um die Ollenhauer Straße.“

„Übertönt wird dieser Bau-Radau nur durch die äußerst wahlschädigende Selbstzerlegung unserer Reinickendorfer CDU. Hoffentlich verkommt unser Reinickendorf nach der nächsten Wahl im September nicht vom Muster- zum Mängel-Bezirk. Erst ist aus Protest gegen CDU-Kreischef Marvin Schulz die tüchtige Ordnungsamts-Stadträtin Julia Schrod-Thiel zurückgetreten. Und jetzt ist auch noch die langjährige CDU-Fraktionsvorsitzende zur FDP gewechselt. BV-Mann David Jahn darf frohlocken weil sein liberales Sprengsel damit Fraktionsstatus erhält. Wenn’s so weitergeht, könnte es bald heißen „Marvin allein zu Haus“.  – „Oder er könnte in euer Dschungelcamp berufen werden.“

„Dafür hätten wir noch reichlich Kandidaten. Zum Beispiel unter Ver.di-Funktionären: Mit Null Gemeinwohl im Sinn riefen sie ausgerechnet während der Super-Eis-Tage zum BVG-Streik auf. Und dann der Gipfel, dass manche Straßenbahnen zwecks Eiskratz-Effekts an den Oberleitungen zwar fuhren, aber keine Fahrgäste aufnahmen“ – „Derlei Tiefkühl-Eis-Terror‘ hat schon fast was putineskes…“ – „Wie heißt eure Dienstleister Gewerkschaft doch gleich? Perverdi??“ – „Na, jedenfalls handelt es sich nicht um Eisheilige. Nichtsdestotrotz solltest auch Du vor Ort aufpassen, dass Dir keiner deinen Fuchswald versalzt. Ich halte derweil hier die Stellung – gern auch für länger!“

Füchslichst Ihr Reineke F. und Mitstreiter

Reineke F.

Meist frohgemuter Freigeist, bisweilen Friedenshetzer, vor allem aber fuchsfrech: So der süßplüschig anzuschauende, dem Bezirkswappen entsprungene Sati(e)refuchs Reineke F., der weitaus seltener im Fuchswald abhängt, als schwergewichtig auf der Schulter seines Schreibers herumzulümmeln, um über bezirkliche Ungereimtheiten völlig unplüschig zu lästern.