Reinickendorf – An der Kreuzung Residenzstraße, Ecke Pankower Allee gab es schon öfter schwere Unfälle. Das möchte die Unfallkommission des Landes Berlin künftig verhindern und lässt deshalb derzeit die Gefahrenkreuzung umbauen. Durch Sperrungen und Abbiegeverbote ist Stau vorprogrammiert – und vermeintlich clevere Verkehrsteilnehmer suchten „Schleichwege“. Diese führen allerdings durch enge Nebenstraßen, die dem plötzlichen hohen Verkehrsaufkommen nicht gewachsen waren.
Von der Pankower Allee zur Residenzstraße ging es durch die Kühleweinstraße, Simmelstraße, den Werftendensteig und die Mittelbruchzeile; letztere ist eine Spielstraße. Tag und Nacht waren die engen Straßen verstopft, vor allem, wenn sich die Fahrzeuge begegneten. „Dadurch kam es zu Aggressionen bis hin zu Handgreiflichkeiten“, berichtet der Wahlkreis-Abgeordnete Burkard Dregger (CDU). Müllabfuhr und Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr kamen ebenfalls kaum durch; und der Verkehrslärm war für die Anwohner auch in der Nacht schwer erträglich.
Burkard Dregger setzte sich an die Spitze des Anwohnerprotestes, sammelte 276 Unterschriften und erreichte eine Besprechung mit den Verkehrsverwaltungen von Senat und Bezirk in seinem Bürgerbüro in der Residenzstraße. Das Ergebnis: Die Einfahrt in die Pankower Allee von der Reginhardstraße aus und durch die Fahrlandgasse ist nun für den Durchgangsverkehr gesperrt. Ebenso ist die Einfahrt von der Pankower Allee aus in die Kühleweinstraße, Simmelstraße, den Werftendensteig und die Mittelbruchzeile nur noch für den Anliegerverkehr erlaubt.
„Damit konnte der baustellenbedingte Umgehungsverkehr zu einem Großteil aus den Wohnstraßen herausgehalten werden“, sagt Dregger.
In Kürze soll die östliche Fahrspur der Markstraße auf Höhe des Franz-Neumann-Platzes wieder freigegeben werden, so dass der Verkehr von der südlichen Residenzstraße aus kommend wieder in die Holländerstraße und rechts in die Residenzstraße nach Norden abfließen kann. Und es muss niemand die „Schleichwege“ durch die engen Wohnstraßen nehmen. Auch die Amendestraße und Hausotterstraße werden dadurch entlastet.
Dregger: „Die Verkehrsverwaltung hat zugesagt, die Entwicklung weiter zu beobachten und gegebenenfalls weitere verkehrsleitende Maßnahmen zu ergreifen, falls sie erforderlich sind.“



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