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Der Eingang zum Gebäude
Aus dem BENN-Büro im Bottroper Weg 12 wird ein „Begegnungsraum für die Nachbarschaft“. Foto: fle

Neue Aufgaben, weniger Personal

BENN-Anlaufstelle in Tegel macht unter anderem Namen weiter

Tegel – Die „BENN-Anlaufstelle in Tegel Süd“ kann auch 2026 weiterarbeiten – wenn auch mit anderem Namen,  weniger Personal und anderen Aufgaben. Nachdem bekannt wurde, dass der Senat das Projekt nicht weiter finanziert, setzte sich Bezirksstadträtin Korinna Stephan (B90/Die Grünen) für den Fortbestand des Büros ein. Das ist gelungen, die benötigten 50.000 bis 100.000 Euro sind gesichert. 

Das Büro im Bottroper Weg 12 ist eine Anlaufstelle für die Menschen im Kiez rund um die Bernauer Straße. Aufgrund des integrativen Fokus auf die Arbeit mit Geflüchteten und der Nachbarschaft, sind die BENN-Gebiete dort zu finden, wo es Gemeinschaftsunterkünfte für Geflüchtete gibt. Da die Gemeinschaftsunterkunft an der Bernauer Straße wegen Sanierungsarbeiten geschlossen ist, wurde die Förderung für das BENN-Projekt durch den Senat eingestellt.

Da sich das Büro und die Aktivitäten zu einem wichtigen sozialen Anker im Kiez entwickelt habe, die Unterkunft nur temporär geschlossen sei, das Büro gerade renoviert wurde und weil im Rahmen des Förderprogramms Nachhaltige Erneuerung – für das Tegel-Süd ausgewählt wurde – bald eine Anlaufstelle vor Ort benötigt wird, habe der Senat und der Bezirk eine Lösung gesucht, „um diese gut angenommene soziale Infrastruktur aufrecht zu erhalten.  Das Büro wird nun als Begegnungsraum für die Nachbarschaft mit einem sehr geringen Personalschlüssel und wenig Projektmitteln fortgeführt“, sagt Helen Maruhn, Referentin der Bezirksstadträtin Korinna Stephan. 

BENN steht für „Berlin Entwickelt Neue Nachbarschaften“. Das Programm gibt es an 23 Standorten in ganz Berlin. Das Team hilft dabei, dass sich Nachbarn gegenseitig unterstützen und gemeinsam ihren Stadtteil gestalten.

Der nun hier entstehende „Begegnungsraum für die Nachbarschaft“ soll sich künftig als ein selbstverwalteter Ort für die Nachbarschaft entwickeln, den diese zu einem großen Teil selbst gestalten und nutzen kann. Demnächst wird eine Nachbarschaftskoordination benannt, die die Nachbarschaft unterstützen wird, selbstständig diesen Raum zu gestalten.

Heidrun Berger

Seit Gründung des RAZ Verlags im Jahr 2015 bin ich Mitglied des Teams und heute Chefredakteurin für Reinickendorfer Allgemeine Zeitung und Weddinger Allgemeine Zeitung.