Bezirk – „Ich frage mich jeden Tag, was mit unserem Bezirk nicht mehr stimmt. Egal wo ich hinschaue: überall Dreck und Müll. Es scheint niemanden zu interessieren, oder sie sind der Meinung, irgendeiner wird das schon entfernen. Warum wird der Sperrmüll einfach vor der Haustür oder an der nächsten Straßenecke abgestellt?“ Das schrieb uns unsere Leserin Eveline Schläger. Nicht nur sie ärgert sich über die zunehmende Vermüllung des öffentlichen Raums. Auch die Politik hat jetzt reagiert.
Im November letzten Jahres wurden die Bußgelder für die Vermüllungen von Straßen, Plätzen und Parks drastisch erhöht, nun sollen neue Ordnungsamtsmitarbeiter eingestellt werden, die diese Ordnungswidrigkeiten auch verfolgen. „Bislang haben sich unsere Bemühungen darauf beschränkt, hinter den Müllsündern aufzuräumen“, sagt Burkard Dregger (CDU/MdA).
Die Ordnungsämter der Bezirke erhalten vom Senat jeweils 200.000 Euro, um drei neue Mitarbeiter einstellen zu können: zwei „Müllsheriffs“ auf den Straßen und einen Sachbearbeiter im Büro. Das Interesse an den Jobs hält sich allerdings wohl in Grenzen, da die Stellen bis Ende 2028 befristet sind. Dennoch hofft das Bezirksamt, Ende Mai die drei neuen Ordnungsamtsmitarbeiter einstellen zu können. Sie werden nach einer Qualifizierung im gesamten Bezirk unterwegs ein – sie gehen Meldungen aus der Bevölkerung nach und werden bekannte Müllschwerpunkte kontrollieren. Laut Ordnungsamt befinden diese sich unter anderem in der Gotthardstraße, der Quickborner und der Flottenstraße, am Alter Bernauer Heerweg, im Ritterlandweg, auf dem Parkplatz Miraustraße, in der Scharnweber-, Provinz-, Schwab-, Ziekow-, Treuenbrietzener, Sommer-, Lengeder, Mark-, Hoppe-, General-Woyna-, Papier- und Granatenstraße. Burkard Dregger: „Ich bin überzeugt, dass eine allgemeine Verhaltensänderung erreicht werden kann, wenn die ersten Bußgelder verhängt worden sind und sich das -herumspricht.“ Illegal entsorgte Bauabfälle bis zu fünf Quadratmetern können mit 25.000 Euro geahndet werden.





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