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Stadtquartiere gemeinsam entwickeln

Bezirk – Im Norden Spandaus entsteht mit der Siemensstadt 2.0 ein Stadtquartier, das viele Chancen für Berlin bietet und nach Auffassung der Grünen im Bezirk Auswirkungen auf Reinickendorf haben wird. Der Siegerentwurf für die städteplanerische Gestaltung wurde am 8. Januar vorgestellt.

Auf dem 70 Hektar großen Areal der Siemensstadt investieren der Senat und Siemens gemeinsam in das neue Stadtquartier, welches Forschung, Wohn- und Arbeitsräume vereinen will. Der Siegerentwurf des Architektenbüros Ortner und Ortner Baukunst sieht den Erhalt der historischen Gebäude, den Bau einer Schule wie auch mehrerer Kitas, sowie 2750 Wohnungen und 420.000 Quadratmeter Büro und Gewerbeflächen vor.

„Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen in Reinickendorf freut es besonders, dass der Siegerentwurf innovative Energie- und Mobilitätskonzepte vorsieht. Jetzt müssen aber auch Bürger mit in die weitere Planung eingebunden werden! Die neuen Stadtquartiere im Nordwesten Berlins, in Tegel und am Kurt-Schumacher Platz müssen in diesem Rahmen vom Land mitentwickelt werden, um Verkehrsprobleme bereits im Voraus zu vermeiden und die größtmöglichen Synergieeffekte zu erzeugen“, sagt Hinrich Westerkamp, Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen in Reinickendorf.

Die Fraktion fordert den Senat und Siemens dazu auf, eine Bürgerbeteiligung zu initiieren und auch die angrenzenden Quartiere mit einzubinden. Dabei sollen Bedarfe der neuen Siemensstadt sowie der angrenzenden Quartiere gemeinsam diskutiert werden und auch die Arbeit der – von Anwohnern selbst organisierten – Planungswerkstatt einbezogen werden. „Entscheidend ist, dass die Ergebnisse der Beteiligungen in die nächste Phase des Wettbewerbs einfließen können“, so Westerkamp.

red

Andrea Becker