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Eine Frau neben einer Skulptur
Claudia Skrobek-Angerer mit Fuchskulptur im Foyer des Humboldt-Klinikums. Foto: du

Drei Kuchen für ein Dankeschön

Claudia Skrobek-Angerer hat den Förderverein Humboldt-Klinikum gegründet

Wittenau – Morgenstund‘ bringt Kuch‘ in Mund. Auf diese Weise hat sich am 5. Mai ein neu gegründeter Förderverein fürs Humboldt Klinikum (HUK) ins Spiel gebracht. Wertschätzender Grund der Gebäck-Aktion: Der Internationale „Tag der Hebammen“, zu dem Vereins-Mitglieder drei selbstgebackene Kuchen als Anerkennung für die herausfordernde Arbeit der sichtlich berührten Geburtshelferinnen überbracht haben. 

„Mit dieser kleinen Geste wollten wir einfach Danke sagen, denn gerade in den frühen Stunden, wenn die meisten Menschen noch schlafen, leisten Hebammen Unglaubliches.“ So begründet die Vorsitzende Claudia Skrobek-Angerer die Spende. Schon zu Ostern hatte ihre Truppe mit Schokohasen und Hasenkostümen ihren Dank an Pflegepersonal und Ärzte anderer Stationen ausgedrückt. 

Derlei kleinere Aktionen folgen einem größeren Plan. Der Förderverein versteht sich als Partner des Krankenhauses und setzt sich dafür ein, die medizinische Versorgung, das Wohlbefinden der Pflegekräfte und Patienten sowie die Attraktivität des Hauses zu erhöhen. „Gerade in Zeiten wachsender Herausforderungen mit steigenden Sach- und Personalkosten, Fachkräftemangel sowie bei zunehmendem Investitionsstau setzt der Förderverein dort an, wo Wertschätzung und kleine Gesten Großes bewirken können.“

Auf die Idee zur Vereinsgründung gekommen ist Skrobek-Angerer, weil die Ärzte und Schwestern im Humboldt-Klinik ihrem Mann bei einem Herzinfarkt das Leben gerettet hat. So war für sie der Wunsch groß, etwas zurückzugeben. Als CDU-Bezirksverordnete und langjährige Vorsitzende des Ausschusses für Gesundheit in der BVV sowie als Krankenhausbeirat ist ihr das Klinik-Terrain jedenfalls bestens vertraut. Auf die Frage, ob ihre Vereinsinitiative auch etwas damit zu tun hat, dass sie für die Berliner Wahlen von Ihrer Partei aus Dienstaltersgründen nicht mehr aufgestellt wurde, antwortet sie diplomatisch: „Ja, in der Tat steht das im Kontext. Weil ich dann auch freie Kapazitäten habe, war mir von Anfang an klar, dass ich mich weiterhin im Sozial- und Gesundheitsbereich ehrenamtlich engagieren möchte.“

Da hat sie so einiges vor: Erstmal stehen überschaubare, gezielte Aktionen ins Haus. Diese sollen sich flexibel in den Klinikalltag integrieren lassen. Fürs erste Halbjahr vor allem spontane Aufmerksamkeiten, wie Eiscremegaben am „Tag der Pflege“, Frühstückstüten oder kulturelle Impulse inklusive Organisation eines Chors. Hinzu kommen erste Überlegungen zur attraktiven Umgestaltung der Cafeteria. In jedem Fall ist Vorfreude auf die kommende Weihnachtszeit angezeigt. Größere Projekte wie zum Welt-Schlaganfall-Tag sind auf längere Sicht für 2027 geplant. 

Und wie steht’s mit den personellen und finanziellen Ressourcen? Derzeit finanziert sich der 24-köpfige Förderverein ausschließlich aus Mitgliedsbeiträgen, Firmenspenden und privaten Gaben.

Engagierte RAZ-Leser können die Arbeit durch Spenden, Teilnahme an Aktionen sowie Mitgliedschaft im Verein unterstützen. Der Mindestbeitrag beträgt 10 Euro im Monat. Kontakt: foerderverein.HUK@t-online.de

Harald Dudel