Mehr als 126.000 Jugendliche beteiligten sich am 12. Juni bundesweit am zehnten Anne Frank Tag gegen Antisemitismus und Rassismus. Mittendrin: Die Klasse 7D des Romain-Rolland-Gymnasiums.
Nach einem Besuch der Neuen Synagoge in Berlin-Mitte und der Lektüre des Romans „Goldene Steine“ leisteten die Siebtklässler in Kleingruppen tiefgründige Beiträge zur Erinnerungskultur: Die Schülerinnen und Schüler beschäftigten sich mit Stolpersteinen in ihrer Nachbarschaft, setzten sich mit der historischen Deportationsstätte der Frankfurter Großmarkthalle auseinander und untersuchten, wie aktuell die Botschaften aus Anne Franks Tagebuch für heutige Jugendliche sind.
Wie greifbar und nah das Thema für die Jugendlichen ist, zeigen ihre eigenen Worte: „Das Gedenken schützt uns vor dem Vergessen“, betont Schüler Ibrahim. Lena und Liya gestalteten gemeinsam mit Mitschülerinnen ein interaktives Fensterbild rund um Anne Franks berühmten Kastanienbaum. Sie bauten Platz für Notizen ein, auf denen andere Klassen festhalten können, was man heute aktiv gegen Diskriminierung tun kann. „Der Baum ist für uns ein Symbol der Sehnsucht nach Freiheit und Frieden“, erklären die beiden.
Für das Romain-Rolland-Gymnasium ist das Projekt kein Einzelfall, denn die Schule engagiert sich seit Jahren intensiv in der Erinnerungskultur – unter anderem durch die Pflege von zwei Stolpersteinen im Bezirk, für die die Schule die Patenschaft übernommen hat, und als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“.
Die Ergebnisse und das Kunstwerk der Siebtklässler sind noch bis Ende Juni in der Schule zu sehen.






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