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Die Gedenkplatte für Beate Fischer Foto: BA Rdf.

Erinnerungsort für Beate Fischer

Junge Frau von rechtsextremen Skinheads misshandelt, gefoltert und ermordet

Mit einer Gedenkfeier hat das Bezirksamt kürzlich an das Schicksal von Beate Fischer erinnert. An der Emmentaler Straße 97 wurde eine Gedenkplatte eingeweiht. Sie erinnert an die 32-Jährige, die dort am 23. Juli 1994 von vier Männern aus der rechtsextremen Skinhead-Szene über Stunden misshandelt, gefoltert und ermordet wurde. Erst im Jahr 2018 wurde Beate Fischer offiziell als Todesopfer rechter Gewalt anerkannt.

Bezirksbürgermeisterin Emine Demirbüken-Wegner (CDU) erklärte: „Mit dieser Gedenkplatte geben wir Beate Fischer einen festen Platz im öffentlichen Gedächtnis unseres Bezirks. Hinter ihrem Namen steht ein Mensch – eine Tochter, eine Mutter, eine Freundin. Sie darf nicht auf die Umstände ihres Todes reduziert werden.“

In ihrer Ansprache erinnerte die Bezirksbürgermeisterin daran, dass die Tat lange Zeit nicht in ihrem gesamten ideologischen Zusammenhang anerkannt wurde. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse führten schließlich dazu, dass Beate Fischer in die offizielle Liste der Todesopfer rechter Gewalt aufgenommen wurde. Zugleich machte sie deutlich, dass die Tat auch Ausdruck tief verwurzelter Frauenfeindlichkeit war und sich rechtsextreme Ideologie und Frauenhass miteinander verbanden.

Mit der Einweihung der Gedenkplatte setzt das Bezirksamt ein dauerhaftes Zeichen der Erinnerung.

Redaktion