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Polizeiautos
Symbolbild

Razzia unter anderem in Reinickendorf

Verdacht des schweren Menschenhandels

Bezirk/Berlin – Wegen des Verdachts des schweren Menschenhandels hat die Polizei eine großangelegte Durchsuchungsaktion durchgeführt, unter anderem auch in Reinickendorf. Insgesamt waren hier, aber auch in sieben weiteren Bezirken, 400 Einsatzkräfte des Landeskriminalamtes, mehrerer Polizeidirektionen und zweier Bereitschaftspolizeiabteilungen involviert.

Im Fokus stehen elf Männer und sieben Frauen. Zehn der 18 Beschuldigten habe man bei den Razzien tatsächlich angetroffen, darunter auch den 33-jährigen Hauptverdächtigen, der Widerstand geleistet und dabei einen Polizisten leicht verletzt habe. „Die Beschuldigten sollen mindestens elf unerlaubt in Deutschland aufhältige Frauen aus Vietnam in Berliner Wohnungen untergebracht und hier zur Prostitution veranlasst haben, um sich durch das Einbehalten von Mieteinnahmen und Prostitutionserlösen zu bereichern“, heißt es zum Hintergrund der Razzia in einer Mitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft Berlin. „Die Durchsuchungen führten unter anderem zum Auffinden von rund 43.000 Euro mutmaßlichen Taterlösen, diversen Datenträgern, Finanzunterlagen sowie über 20 verschiedenen Reisepässen. Darüber hinaus fanden die Einsatzkräfte einen Schlagring, einen Teleskopschlagstock und illegale Pyrotechnik.“

Insgesamt seien zwölf Personen erkennungsdienstlich behandelt worden, darunter acht, die dem Landesamt für Einwanderung überstellt wurden, da sie sich unerlaubt in Deutschland aufhielten. „Die Auswertung der sichergestellten Beweismittel sowie die Ermittlungen zu den Hintergründen der Taten und Tatbeteiligungen dauern an.“

Inka Thaysen

Ursprünglich beim Radio journalistisch ausgebildet, bin ich seit Ende 2018 für den RAZ Verlag tätig: mit redaktionellen sowie projektkoordinativen Aufgaben für print, online, Social Media und den PR-Bereich.