Frohnau/Hermsdorf – Die Anwohner trauen ihren Augen kaum: Eine Spur der Frohnauer Straße, die seit September 2025 aufgrund von Bauarbeiten gesperrt ist, war mit Asphalt befahrbar gemacht. Doch die Freude währte nur kurz. Schon wenige Tage später wurde der Asphalt wieder entfernt, und die Bauarbeiten begannen erneut.
Grund für das hin und her war das Osterfeuer. Das Straßen- und Grünflächenamt hatte die Wasserbetriebe gebeten, eine Fahrspur für den Verkehr, insbesondere für Rettungskräfte, am Ostersamstag, freizumachen. Dem Wunsch kam das Unternehmen nach, weil die Baufirmen Osterpause hatten.
Die Frohnauer Straße zwischen Friedhof Hermsdorf und dem Falkentaler Steig. „Wir hatten in der Frohnauer Straße seit 2024 mehrere Rohrschäden und werden dort nicht nur zu reparieren, sondern ein längeres Stück, gut 30 Meter, erneuern“, erklärt Stephan Natz, Pressesprecher der Berliner Wasserbetriebe. Die Straße war seitdem für den Durchgangsverkehr geschlossen.
Kurz vor Ostern wurde dann „auf einer der beiden gesperrten Spuren ein provisorischer zehn Zentimeter dünner Asphalt aufgebracht, um in dieser Zeit einen Rettungsweg zu sichern – auch, weil der Ludolfinger Platz ja wegen des Osterfeuers gesperrt war“, sagte Stephan Natz. „Andernfalls hätten wir die Baustelle beräumen und später wieder neu einrichten sowie die Umleitung für die BVG aufheben und neu beantragen müssen. Das alles hätte Zeit und zusätzlichen Aufwand bedeutet.“
Für die Anwohner ist der ganze Aufwand unverständlich: „Wozu musste die Straße kurzfristig geöffnet sein? Die Rettungsfahrzeuge hätten auch über die Burgfrauenstraße und den Zeltinger Platz fahren können. Das mussten sie ja die anderen Monate auch, seit die Bauarbeiten hier stattfinden“, wundert sich die Frohnauerin Christa Meier. Unverständlich ist das Ganze auch, wenn man die Kosten bedenkt: Sie liegen für das Auftragen und anschließende Entfernen des Asphalts im fünfstelligen Bereich. Aus dem Bezirksamt war dafür folgende begründung zu hören: „Das dem Osterfeuer zugrunde liegende Sicherheitskonzept sah die Frohnauer Straße als schnellste und sicherste Zufahrts- beziehungsweise Rettungswegverbindung vor.“
Unabhängig von der Baustelle zwischen Friedhof und Falkentaler Steig kommen auf die Anwohner der Frohnauer Straße in den nächsten Jahren noch weitere Bauarbeiten zu, wie Stephan Natz erklärt: „Weil insgesamt die Leitungen in die Jahre kommen, haben wir ein großes Austauschvorhaben rund um die Frohnauer Straße zwischen Am Eichenhain und Hermsdorfer Straße geplant.“ Dazu gehörten neben der Erneuerung von Trinkwasserleitung und der Neulegung der Abwasserdruckleitung auch wenige Meter Schmutzwasserkanal.
Die Arbeiten sollen im Juni 2026 beginnen.





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