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Fuchs in seiner Höhhle mit Schreibmaschine und Zetteln
Unsere Kolumne mit Reineke F. und Mitstreiter – Bild erstellt mit KI

Kleber, Kletterer, Kandidaten

Unsere Kolumne mit Reineke F. und Mitstreiter

Jetzt kleben sie wieder: eure womöglichen Führungsfiguren für diese Stadt“, füchselt es schwer von meiner Schulter.  „Ja Fuchs, im Wahlkampf wollen manche Parteigänger über sich selbst hinauswachsen. Die Berliner Zeitung hat die linke Bürgie-Kandidatin Elif Eralp und einen AfDler beim Plakatieren begleitet.“ – „Zusammen?“ – „Nee Fuchs, natürlich getrennt, aber beide Randparteien-Teams mussten hohe Lampenmasten erklimmen, um ihre Plakate gegen Vandalismus zu schützen. Wahlkampf wird vom Grundgesetz garantiert, sofern er mal hoch engagiert, mal polemisch, aber insgesamt fair verläuft.“ – „Was leider bei euch Zweibeinern nicht immer der Fall ist.“ – „Das dreisteste Wahl-Foul kommt aus Niedersachsen. Zur anstehenden Kommunalwahl ließ SPD-Innenministerin Daniela Behrens den Kandidaten einer zugelassenen Partei im Vorfeld von der Landratswahl ausschließen. Sie fordert dies auch von anderen Wahlausschüssen. Gegen den Anwärter laufen aber weder Strafverfahren, noch ist er polizeilich wegen Gewaltdelikten bekannt. Sein Ausschluss von der Landratswahl erfolgte laut Kritikern aus Politgründen aufgrund einer fragwürdigen Verfassungstreue-Prüfung.“

„Dreimal darfste raten, Mensch, um welche Partei es sich handelt. Doch wo bleibt da eure Demokratie, wenn man auf dem beschnittenen Wahlzettel nicht mal mehr jemand ablehnen kann?“– „Manche erinnert die allzu forsche Innen-Daniela an den allmächtigen Wächterrat in Mullahland. Das Perfide: So ein Wahlausschluss kann wohl erst nach erfolgter Wahl angefochten werden.“ –
„Ohgott, was das dann wieder kosten würde…“

„Höchst löblich hingegen: der Berliner CDU-Neue Stefan Evers in der Morgenpost. Er möchte vom Elfenbeinturm runter in einen argumentativen ‚Nahkampf‘ mit der AfD ziehen. Dabei wirkt Evers nicht die Spur großmäulig. Und er will keine Versprechen abgeben, die er nicht halten kann.“ –  „Hoffentlich wird er sein Nahkampf-Versprechen halten.“ 

„Schade nur sein zwangsläufig noch nicht allzu hoher Bekanntheitswert. Da geht’s ihm wohl wie Fuchsbezirks Sebastian Pieper.

Und wie stets ansonsten im Fuchsbezirk? Eine Mixtur aus guten und herausfordernden Nachrichten zu Galeria in der Gorkistraße, Ex Airport-Spatenstiche, Entenkeller 2.0 und unlethargische Mitteilungen von der SPD. Derzeit bereitet uns Emine auf ihren letzten Wochen gerade eine Städte-Partnerschaft mit Poznan/Posen vor. 32 Jahre überfällig war indes der unlängst verlegte Stolperstein für die von Rechtsextrem-Terroristen ermordete Beate Fischer in der Emmentaler Straße.“ 

„Aber unter euch Berlinern treiben auch Linksterroristen ihr Unwesen. Ihre hybriden Angriffe könnten euch den viel zu teuren Strom kosten.“ 

„Deshalb wird im Fuchsbezirks-Amt auch wacker gegen Energie-Engpässe angeplant.“ – „Stromsperren sollten mir als Fuchs nichts anhaben. Dann schreibe ich eben stromlos mit Solarlampe in meiner Fuchswald-Höhle auf deiner ausrangierten Schreibmaschine. Und damit deine Schulter sich nicht entwöhnt, schnalle ich Dir derweil einen Steine-Rucksack um.“

Füchslichst Ihr Reineke F. und Mitstreiter

Reineke F.

Meist frohgemuter Freigeist, bisweilen Friedenshetzer, vor allem aber fuchsfrech: So der süßplüschig anzuschauende, dem Bezirkswappen entsprungene Sati(e)refuchs Reineke F., der weitaus seltener im Fuchswald abhängt, als schwergewichtig auf der Schulter seines Schreibers herumzulümmeln, um über bezirkliche Ungereimtheiten völlig unplüschig zu lästern.