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Ein Polizeiauto fährt durch die Nacht auf einer beleuchteten Straße.

Polizist bei Verfolgung verletzt

Autofahrer fuhr Beamten bei Flucht an

Spandau, Reinickendorf, Pankow – Von Spandau über Reinickendorf haben Polizisten am Wochenende einen suspekten Autofahrer beobachtet, der schließlich einen Beamten angefahren haben soll.

Fahrt über Holzhauser Straße

Wie es in einer Mitteilung der Behörde heißt, hätten die Beamten den Mercedes zunächst in Haselhorst gesichtet und waren ihm anschließend „wegen des Verdachts des Diebstahls von Fahrzeugteilen“ über die Holzhauser Straße bis nach Pankow gefolgt. In dieser Zeit konnten sie herausfinden, dass das am Wagen angebrachte Nummernschild gestohlen gemeldet war.

Mutige Zeugin blockiert Fluchtweg

„Von einem nachalarmierten Funkstreifenwagen wurde der Fahrer des Autos dann auf der Schönhauser Straße zum Anhalten aufgefordert. Dem kam der Fahrer zunächst nach, um dann nach dem Ausstieg der Polizisten erneut zu beschleunigen“, beschreibt die Polizei. Daraufhin hätten die Fahnder auch die Verfolgung wieder aufgenommen, bis sich in Niederschönhausen eine aufmerksame Zeugin einschaltete: Die 47-Jährige fuhr dem Flüchtenden mit ihrem Auto in den Weg und versperrte diesen so.

Polizist angefahren, Schuss gelöst

Während der 35-jährige Beifahrer daraufhin zu Fuß zu flüchten versuchte, aber von einem Beamten unter Einsatz eines Reizstoffsprühgeräts festgenomen werden konnte, gab sich der Fahrer offenbar nicht geschlagen: Hier war gerade ein Polizist mit gezogener Waffe an die Autotür getreten, als der Mann erneut beschleunigte. „Dabei traf er mit dem Fahrzeugheck den Polizisten, wobei sich ein Schuss aus der Dienstwaffe löste. Der Mercedesfahrer rammte nun das zunächst blockierende Auto der Zeugin sowie ein weiteres geparktes Fahrzeug und entfernte sich mit hoher Geschwindigkeit. Der getroffene Beamte wurde in einem Krankenhaus ambulant behandelt.“

Die Ermittlungen wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr, Illegalen Kraftfahrzeugrennens, Diebstahls, Urkundenfälschung und Verkehrsunfallflucht dauern an.

Inka Thaysen

Ursprünglich beim Radio journalistisch ausgebildet, bin ich seit Ende 2018 für den RAZ Verlag tätig: mit redaktionellen sowie projektkoordinativen Aufgaben für print, online, Social Media und den PR-Bereich.