Prima Klima im Fuchsbezirk?

„Unser Haus steht in Flammen“. Das hat Greta Thunberg schon vor 2019 auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos gesagt, um auf die Klimaerwärmung und die Gefährdung unseres Planeten hinzuweisen. Damals wurde sie vielfach belächelt. Jetzt – nach den extrem heißen Sommern in Deutschland – wird der Klimawandel endlich ernst genommen.

Auch Berlin hat sich mit dem Berliner Energie- und Klimaschutzprogramm 2030 das Ziel gesetzt, bis 2045 zu einer klimaneutralen Stadt zu werden und reagiert damit wie andere Metropolen auf die Herausforderungen des globalen Klimawandels. Antonia Sprotte ist seit September 2019 als Klimaschutzbeauftragte im Bezirksamt Reinickendorf tätig. Ihre Arbeit bestand bisher darin, ein bezirkliches Klimaschutzkonzept zu erarbeiten, ein Netzwerk mit verschiedenen Akteuren im Bezirk und ganz Berlin mit Verbänden und Interessengruppen, Einzelpersonen und interessierten Unternehmen aufzubauen, Klimaschutz-Projekte umzusetzen, Fördermittel zu akquirieren und die Bezirksverwaltung auf den Pfad der Klimaneutralität bis 2030 zu bringen. 2021 wurde das bezirkliche Klimaschutzkonzept verabschiedet, das rund 30 Maßnahmen enthält, die im Bezirk umzusetzen sind. „Es enthält Einzelprojekte, die im Wesentlichen die Bereiche Mobilität – unter anderem Umstellung des bezirklichen Fuhrparks – Beschaffung und Ressourcenschutz, Energieverbrauch und Veränderungen bei der inhaltlichen Arbeit vieler Fachbereiche beinhaltet“, sagt Sprotte.

Einige Maßnahmen werden nun nach und nach umgesetzt. Dazu gehören der Einsatz von erneuerbaren Energien in Form von Photovoltaik-Anlagen in bezirklichen Liegenschaften und die regelmäßige Energieverbrauchsdatenerfassung der Energieträger Fernwärme, Erdgas, Strom, Heizöl und Flüssiggas. Zudem wird ein Konzept zum Ausbau von Elektroladeinfrastruktur für den bezirkseigenen Fuhrpark erstellt. Außerdem setzt sich das Bezirksamt das Ziel, bis 2030 insgesamt 58 Wärmepumpenanlagen in öffentlichen Gebäuden zu installieren. Damit wird ein wesentlicher Beitrag zur Senkung der CO2-Emissionen im Gebäudebereich geleistet. Die energetische Gebäudesanierung und die Ertüchtigung der Gebäudetechnik sollen dabei Hand in Hand gehen.

fle

Inka Thaysen

Ursprünglich beim Radio journalistisch ausgebildet, bin ich seit Ende 2018 für den RAZ Verlag tätig: mit redaktionellen sowie projektkoordinativen Aufgaben für print, online, Social Media und den PR-Bereich.

Autor dieses Beitrags