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Die Brücke ist endlich fertig! Foto: Felix Schönebeck

U6-Brücke fertig, Autobahnabfahrt bleibt gesperrt

Sperrung der Autobahn in Reinickendorf

Die Bauarbeiten auf der U6 zwischen Alt-Tegel und Kurt-Schumacher-Platz sorgen seit Jahren für Einschränkungen – nicht nur für Fahrgäste der BVG, sondern auch für Autofahrer in Reinickendorf. Besonders betroffen ist die A111 im Bereich der Seidelstraße. Dort wurde die U6-Brücke im Frühjahr 2023 abgerissen und neu gebaut. Dafür mussten Fahrstreifen und Abfahrten gesperrt werden.

Die gute Nachricht: Die Brücke ist inzwischen fertig. Die schlechte: Die Abfahrt bleibt weiterhin dicht.

Wer auf der A111 vom Kurt-Schumacher-Damm in Richtung Tegel unterwegs ist, muss die Autobahn nach wie vor an der Ausfahrt Eichborndamm verlassen und an der Seidelstraße wieder auffahren. Für den Reinickendorfer Bezirksverordneten Felix Schönebeck (CDU) ist das nicht nachvollziehbar: „Die Brücke ist seit Wochen fertig. Gerade wenn der Tunnel unter dem ehemaligen Flughafen Tegel wieder einmal gesperrt ist, sorgt die Umleitung für chaotische Verkehrsverhältnisse“, kritisiert Schönebeck. Der anhaltende Ausweichverkehr belaste nicht nur die Autofahrer, sondern auch Anwohner und Gewerbetreibende in der Antonien- und Scharnweberstraße. „Diese Straßen sind durch den Schienenersatzverkehr in den vergangenen Jahren ohnehin schon stark beansprucht worden.“

Auf Nachfrage erklärte die BVG, derzeit liefen noch „technische Abstimmungen mit der Autobahn GmbH zum Wiederanschluss des Fahrzeugrückhaltesystems an das Brückenbauwerk“. Konkret bedeutet das: Erst müssen die Leitplanken an der neuen Brücke montiert werden, bevor die Strecke wieder vollständig freigegeben werden kann.

Für Schönebeck ist das kein überzeugendes Argument. „Die Leitplanken hätten unmittelbar nach Fertigstellung der Brücke installiert werden können. Stattdessen müssen Anwohner, Geschäfte und Autofahrer die Folgen weiter tragen.“

Redaktion