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Wasser, Grün und Bänke – so stellt sich die Greenwichpromenade heute dar. Das soll sich ändern. Foto: bek

Vitale Visionen von Volt

Partei möchte eine „Gesundheitspromenade“ am Tegeler Hafen

Die Green­wich­promenade als Gesundheitsareal neu denken – das hat die Partei Volt getan. In einem Positionspapier stellt das Bezirksteam Reinickendorf seine Visionen vor: mit Bewegungs- und Gesundheitsangeboten für Senioren, einer BVG-Fähre für Pendler und einem überwachten Fahrradparkhaus. Die Gesundheitspromenade soll für die im Kiez lebenden Senioren, Familien und Berufstätigen gestaltet werden – und nicht für Touristen, die ein Riesenrad anziehen würde. Diesen Vorschlag hatte Samuel Märkt von der SPD gemacht. „Uns geht es nicht um Luftschlösser, sondern um attraktive Angebote, die man jeden Tag nutzen kann, nicht nur gelegentlich im Jahr“, sagt Sascha Hellwig, der für Volt für das Abgeordnetenhaus kandidiert.
Volts Konzept für die Gesundheitspromenade kombiniert gesundheitsförderliche Angebote mit Tipps und Informationen für Gesundes Altern im Kiez. Es sieht „Spielplätze für Erwachsene“ – Outdoor-Fitnessgeräte für ältere Menschen – ebenso vor wie Freiflächen für Zumba, Tai-Chi- oder Gymnastik-Kurse. Info-Stelen klären in großer Schrift, aber ohne Zeigefinger, über Sturzprävention und Ernährung im Alter auf. Zudem soll es Flächen zum Schach- oder Boulespielen sowie Sitzgruppen mit Tischen für Kartenspieler geben.
Volts Ansatz stütze sich dabei auf internationale Empfehlungen und bestehende Netzwerke, sagt Sophia Schlette, Volt-Kandidatin für die BVV Reinickendorf: „Die Weltgesundheitsorganisation fördert seit 2010 über ihr Netzwerk für altersfreundliche Städte und Gemeinden weltweit Kommunen, die den öffentlichen Raum systematisch altersfreundlich gestalten – in Deutschland sind bereits Städte wie Hamburg, Münster und Stuttgart Mitglied.“ Vorbild ist zudem Reinickendorfs Partnerstadt Greenwich: Dort unterhält die Kommune in 14 öffentlichen Parks kostenlose Outdoor-Gyms.
Das Herzstück des Volt-Positionspapiers ist der Vorschlag, eine BVG-Fährverbindung einzurichten, die den Tegeler Hafen in den ÖPNV-Takt einbindet. Die Fähre könne für Pendler eine echte Verkehrsoption sein; etwa für den Weg zur Arbeit, zur S- oder U-Bahn oder zu Umsteigepunkten am anderen Ufer. Ein überdachtes, videoüberwachtes Fahrradparkhaus mache die Kombination aus Rad und Fähre alltagstauglich.
Das Papier wurde von Sascha Hellwig, Volt-Kandidat für das Berliner Abgeordnetenhaus, und Sophia Schlette, verfasst. Für die Sanierung der Greenwichpromenade ab dem Jahr 2027 hat das Bezirksamt 1,5 Millionen Euro eingeplant. Über das Konzept ist noch nichts bekannt. hb

Redaktion