RAZ – Das Leitmedium für Reinickendorf.

Ein Mann steht vor seiner Sammlung und hält einen Wimpel hoch
Sascha Zäpernick in den Räumen an der Breitenbachstraße. Der passionierte Sammler von Sport-Devotionalien ist händeringend auf der Suche nach größeren Räumlichkeiten. Foto: bek

„Mein Traum ist ein Museum“

Sascha Zäpernick hat Unmengen an Sport-Devotionalien

Bezirk – Alles begann mit ein paar Trikots der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Sascha Zäpernick war als Personenschützer des damaligen Hertha-Profis und Nationalspielers Dariusz Wosz engagiert. Wosz verteilte 1998 auf dem Alexanderplatz die Trikots, für den damals 26-jährigen Zäpernick fiel auch eins ab. Das bot er bei ebay an – und er war erstaunt über die Resonanz. „Ich habe sogar eine Anfrage aus Kanada erhalten“, sagt Zäpernick. Eine neue Leidenschaft war jedenfalls geweckt. 

28 Jahre später ist seine Sammlung an Fußball-Devotionalien riesengroß. Rund eine halbe Million Panini-Bilder in kompletten Sammel-Alben, 150.000 Anstecknadeln, auch Pins genannt, 3.000 Schals, 1.000 Trikots, 500 Gläser, dazu Pokale, Wimpel und mehr nennt er sein eigen. Damit besitzt er eine der größten Sammlungen in ganz Europa. „In Deutschland bin ich sicher die Nummer eins“, sagt er. Richtige Preziosen sind darunter – wie eine Anstecknadel mit Hanne Sobek als Konterfei, der bekanntlich mit Hertha BSC zweimal Deutscher Meister in den Jahren 1930/31 wurde. 

Die Räumlichkeiten in der Breitenbachstraße, in der auch seine 1999 gegründete Security-Firma beheimatet ist, platzen aus allen Nähten. „Ich bin händeringend auf der Suche nach einer geeigneten Immobilie mit zwischen 200 und 500 Quadratmetern, am liebsten in Reinickendorf“, sagt der passionierte Sammler. In diesen neuen Räumen hätte er viel vor. „Hier könnte ich die gesammelten Objekte ganz anders darbieten. Und mein großer Traum ist es, das Ganze schließlich in ein Privatmuseum zu überführen.“ Wer also etwas Passendes weiß, sollte sich schleunigst an Sascha wenden. Kontakte sind auf seiner Website https://www.fanartikel-sportboerse.de/ zu finden.

Der inzwischen 54-Jährige sprüht vor Ideen. „Ich würde gern auch für Vereine eigene Fanartikel herstellen“, sagt er, der ohnehin schon gute Kontakte zu diversen Klubs und Verbänden in der Region pflegt. Auf Sammlerbörsen in ganz Deutschland ist er Stammgast. Und vier Mal im Jahr organisiert er selber eine Fanartikelbörse in Berlin. Die nächste findet am 6. September in der Oberhafenkantine Treptow, Am Flutgraben 2, neben den Kreuzberger Festsälen statt. Dabei ist er immer Veranstalter und Aussteller in Personalunion.

Der Fußball hat es ihm besonders angetan, mit seiner Security-Firma ist er ohnehin ständig bei Spielen auf hiesigen Plätzen vor Ort. Aber er hat auch Devotionalien von anderen Sportarten zu bieten. Neuerdings auch vom American Football. „Da wurde mir kürzlich ein Superbowl-Meisterring angeboten. Für 150.000 Euro. Hätte ich gern gekauft, aber ich bin ja kein Millionär.“

Bernd Karkossa

Meine journalistische Passion ist vor allem der Sport – auch beim RAZ Verlag. Deshalb lesen Sie meine lokaljournalistischen Beiträge zu sportlichen Themen neben der Reinickendorfer Allgemeinen Zeitung auch in anderen Medien wie WEZ oder RAZ Magazin.