Die Sperrung des Hauptgebäudes der Technischen Universität Berlin am 9. Mai führt weiterhin zu erheblichen Problemen im Lehrbetrieb. Hunderte Lehrveranstaltungen müssen kurzfristig digital stattfinden oder auf andere Standorte verteilt werden. Es wird nach zusätzlichen Ausweichmöglichkeiten gesucht. Neben dem ICC bringt nun auch das Bezirksamt Reinickendorf einen Standort ins Gespräch: den Bürokomplex „Top Tegel“ an der Wittestraße 30 in Tegel. Laut Bezirksamt könnten dort kurzfristig größere Flächen für Seminare, Verwaltung oder Arbeitsplätze der Universität bereitgestellt werden.
Die Diskussion kommt zu einem Zeitpunkt, an dem weiterhin unklar ist, wie lange das Hauptgebäude an der Straße des 17. Juni geschlossen bleibt. Grund dafür sind erhebliche bauliche Mängel, darunter Probleme beim Brandschutz, beschädigte Türen und Feuchtigkeitsschäden im Untergeschoss.
Gleichzeitig könnte ein vorübergehender TU-Standort in Tegel ims früheren Telekom-Gebäudeensemble auch die Entwicklung des ehemaligen Flughafengeländes weiter stärken. In der „Urban Tech Republic“ arbeiten bereits heute Forschungseinrichtungen, Start-ups und Technologieunternehmen an Zukunftsthemen wie Mobilität, Energie und urbane Infrastruktur. Eine zeitweise Nutzung durch die TU würde den Wissenschafts- und Technologiestandort zusätzlich aufwerten.





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