Tegel – Das Abwasserproblem in der Cité Guynemer bringt die dortigen Anwohner weiterhin schier zur Verzweiflung. Denn wie ein Bewohner es ausdrückte: „Nicht nur das zurückfließende Abwasser stellt ein Problem dar, sondern auch das in die Häuser mit Hochdruck einströmende Frischwasser ist kurz davor, die uralten Rohre zum Bersten zu bringen.“
Auf dem Gelände des Stadtviertels, welches zwischen dem Flughafen Tegel und der Seidelstraße liegt, wurden Anfang der 1950er Jahre Wohnungen für das Personal der französischen Luftwaffe gebaut. Nach Abzug der Alliierten wurden die Grundstücke von der damaligen Oberfinanzdirektion Berlin an Einzelpersonen und Immobilienunternehmen verkauft. Dann wurden durch das Bezirksamt neue Baugenehmigungen erteilt. Das Problem: Die Besitzverhältnisse und Verantwortlichkeiten für die Grundversorgung und Entsorgung der Cité Guynemer sind nicht eindeutig geklärt.
Der SPD-Abgeordnete Jörg Stroedter setzt sich seit Längerem für die Belange der dortigen Bewohner ein: „In der Cité Guynemer werden die dringend notwendigen Sanierungsarbeiten an der Abwasseranlage Schritt für Schritt in Angriff genommen. […] Aber ungelöst ist nach wie vor das Problem der öffentlichen Widmung der Straßen. Hier muss die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) ihrer Verantwortung nachkommen…“. Das Bezirksamt Reinickendorf habe sich in der Januar-Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses nicht bewegt. Stroedter erwarte nun, dass zeitnah eine Lösung gefunden werde, schließlich seien die Probleme schon seit Jahren bekannt, und die Gespräche mit allen Beteiligten laufen intensiv seit fast einem Jahr. Skandalös sei, dass der Bezirk weiterhin Baugenehmigungen erteile, obwohl die Abwasserproblematik nicht gelöst sei.
red





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