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Die reinste Rathaus Idylle? Fast, aber nicht ganz… KI-Bildmontage: du

Ausflüchtlinge, Schummler und Teil-Wahrsager

Unsere Fuchs-Kolumne von Reineke F. und Mitstreiter

Als Abschied vom zögerlichen Winter-Ende tönt es fuchsschwer von meiner Schulter: „Angeblich sollen Eskimos hunderte Bezeichnungen für Schnee draufhaben. Mit der Wahrheit muss es bei euren Politikern ähnlich stehen.“ – „In der Tat, Fuchs, da finden sich unterhalb der Lügenschwelle jede Menge Abstufungen von Schummeln bis Fabulieren. Und Schönreden gilt unter Ausflüchtlingen als Einstiegs-Dröhnung, wie bei der SPD nach den Rheinpfalz-Wahlen.“ 

Das dürfte euren Mainzelmenschen wohl kräftig auf den Saumagen geschlagen haben. Im Politbarometer rutschten die Genossen bundesweit auf 13 Prozent ab – trotz Klingbeils Reform-Verspreche(r)n.“ 

„Lachender Dritter im Bunde und numerisch Zweiter bleibt die AfD überall da, wo es zu Brandmaurereien zwischen Schwarz und Rot-Grün kommt.“– „Das wäre schon schlimm genug, aber auch die Gefahr echter Rechtsextremer in der AfD sollte im Auge behalten werden. Verdächtig ist, dass NPD/Heimat, Republikaner & Co. nicht mehr sichtbar in Erscheinung treten. Zu befürchten ist, dass sie unsichtbar unter dem AfD-Dach überwintern.“ – „Sichtbar sind hingegen die Eiferer, die im Bestreben oder unter dem Vorwand, Demokratie zu schützen, euer Verfassungs-Gebot der Verhältnismäßigkeit der Mittel mit Füßen treten. So wie bei Hausdurchsuchungen nach Schwachkopf- und Pinocchio-Posts.“

„Derweil ist unser Bezirk als möglicher Teil-Wahrsager zur interreligiösen Einladungspraxis von DITIB Moschee-Mitgliedern ins Visier der Morgenpost geraten. Es gehört in Reinickendorf ja zur Tradition, Dialog und gegenseitiges Verständnis zu fördern. Laut Bürgermeisterin machen gemeinsame Feiern sichtbar, was uns eint. Nämlich respektvoller Umgang sowie Vielfalt als Stärke. 

Und falls das mal nicht so hinhaut, soll ein Zivilcourage-Training in der HuBi anlässlich der ‚Wochen gegen Rassismus‘ helfen, in brenzligen Situationen Haltung zu zeigen.“ – „Bleibt nur zu wünschen, dass damit auch euren belästigten deutschen Frauen gedient ist.“

„Ansonsten blüht und knospt es überall in der Stadt. Aber leider sprießen ebenfalls die Baustellen, so wie der gefühlt unendliche Abschnitt am Eichborndamm. Und jetzt sollen an der Ollenhauer sogar 116 Bäume hingefällt werden! An anderen Über-Wegen gibt es wenigstens Krötenwanderungs-Artenschutz.“ – „Den wünscht man sich manchmal für eure wahlglücklos bedrohten Arten von FDP und BSW.“

„Keinen Artenschutz benötigt indes Harald Martenstein mit seinen spitztastigen Kolumnen. Der lästert Jahre nach seinem Tagesspiegel-Ausscheiden jetzt unter ‚Mail von Martenstein‘ auflagenstark in der Bildzeitung und behauptet Steuern seien das ‚Heroin dieses Staates‘. Selbiger müsste seine Ausgaben drastisch kürzen, aber Junkies erhöhen die Dosis bis zum Exitus.“ – „Hierzulande fehlt euch eben ein Staatsfinanz-Terminator wie Argentiniens Kettensäger-Milei.“ 

„Vielleicht sägt der ja schon längst in Deinem Fuchswald. Sieh lieber sofort nach!“ – „Spiegele mir bloß nichts Falsches vor. In Wahrheit willst Du mich ja doch nur von deiner Schulter loswerden.“

Füchslichst Ihr Reineke F. und Mitstreiter

Reineke F.

Meist frohgemuter Freigeist, bisweilen Friedenshetzer, vor allem aber fuchsfrech: So der süßplüschig anzuschauende, dem Bezirkswappen entsprungene Sati(e)refuchs Reineke F., der weitaus seltener im Fuchswald abhängt, als schwergewichtig auf der Schulter seines Schreibers herumzulümmeln, um über bezirkliche Ungereimtheiten völlig unplüschig zu lästern.